Der Wirtschafts- und Wettbewerbsminister Luis de Guindos

Der Wirtschafts- und Wettbewerbsminister Luis de Guindos

Der Wirtschafts- und Wettbewerbsminister Luis de Guindos gab Ende Februar bekannt, dass die Regierung die “dación en pago” gestattet. Das bedeutet nicht mehr zahlungsfähige Hypothekennehmer bieten ihre Wohnung jetzt der Bank an, um die Hypothek zu befriedigen. Diese Variante ist jedoch an bestimmte und sehr enge Kriterien geknüpft. Es geht nur dann, wenn alle Familienmitglieder arbeitslos sind und es keinerlei zusätzliche Einnahmequellen gibt, um den normalen Hypothekenzahlungen nachzukommen. Voraussetzung ist auf jedem Fall, dass es sich um die Erstwohnung handelt.

Die Banken haben die Möglichkeit, so ein Sprecher des Ministeriums, die Verluste wie im “Código de Buenas Prácticas” (Kodex für gute Verwaltungspraxis) vorgesehen, als abzugsfähige Ausgabe steuerlich abzusetzen.

Ebenso hat das Ministerium eine weitere Maßnahme beschleunigt: Die Regierung gestattet, dass zumindest zwei Jahre lang bis zur endgültigen Räumung die betroffenen Familien in der Wohnung weiterleben können. Diese “angemessene” Zeitspanne könne sogar noch verlängert werden. Immer dann, wenn Familien sich mit ihrer Bank auf die Zahlung einer bestimmten Mietquote zur Minderung der Verzugszinsen einigen  können. Die Spanne könne flexibel gestaltet werden. Offen gelassen wurde derweil noch die Möglichkeit, dass Banken einen Teil des Risikos der Hypothekengarantien selber tragen.