Mietreform Spanien

Mietreform Spanien

Die Regierung in Madrid hat den Vorentwurf zur Änderung des Mietgesetzes, der Ley de Arrendamientos Urbanos (LAU), und die zum Zivilgesetz, der Ley de Enjuiciamiento Civil (LEC), verabschiedet. Die Modifizierung enthält die nachstehenden Änderungen, die den Vermietungsmarkt von Immobilien aktivieren sollen.

1.-Pflichtdauer eines Mietvertrages wird verkürzt. Sie wird von fünf Jahren Laufzeit auf drei reduziert. Das ist eine der wichtigsten Modifizierungen. Bisher waren fünf Jahre Laufzeit bei Verlängerungen obligatorisch. Die automatische Verlängerung stillschweigend auf drei Jahre wird auf ein Jahr reduziert.

2.- Die Aktualisierung der Mieten kann von beiden Seiten frei verhandelt werden, auch wenn das nicht im Vertrag steht. Bisher orientierten sich Mieterhöhungen an der Inflationsrate.

3.- Eigenbedarf: Der Vermieter/Eigentümer der Immobilie kann das Haus für sich und seine Familie mit einer Ankündigung von zwei Monaten im Voraus beanspruchen. Dies muss nicht ausdrücklich vertraglich festgehalten werden wie es bisher der Fall war.

4.- Der Mieter kann die Wohnung unabhängig von der Vertragslaufzeit mit einer Kündigungsfrist von nur einem Monat zu jedem Zeitpunkt und ohne, dass ihm wirtschaftliche Nachteile entstehen, kündigen.

5.- Beschleunigung bei der Räumung der Wohnung. Der säumige Mieter hat nur noch  zehn Tage Zeit, um seine Miete zu begleichen. Vorher konnte er selbst am Räumungstag noch zahlen. Eine Maßnahme, die den Vermietern mehr Sicherheit bringen soll.

6.- Die Einführung von einer 60prozentigen Steuervergünstigung für Nicht-Residenten wenn sie ihre Einkommenssteuer IRPF erklären. Damit sind sie Residenten, die ihre Wohnungen vermieten, gleichgestellt. Die Vergünstigung kann bis 100 Prozent ausmachen, wenn die Vermieter in der EU ihren Wohnsitz haben und die Mieter zwischen 10 und 30 Jahre alt sind.

7.- Käufer von Wohnungen mit Mietvertrag waren bisher verpflichtet, den Mieter bis zu fünf Jahren weiter zu behalten ob mit oder ohne Eintragung ins Eigentumsregister. Ab jetzt ist der Käufer nur noch verpflichtet, den Vertrag mit dem Alt-Mieter aufrecht zu erhalten, wenn der Vertrag vorher registriert wurde. (Die Eintragung ist jedoch nach wie vor nicht Pflicht.)